Areal Hammerwerke, Worblaufen

Seit dem 16. Jahrhundert wurde an diesem Ort eine Hammerschmiede betrieben. Diese entwickelte sich im Verlauf der Zeit zu einem grösseren Werkgelände. 2014 wurde der Betrieb eingestellt. Im Studienauftrag galt es, unter Einbezug der denkmalpflegerisch wertvollen Bausubstanz und unter Beachtung der besonderen Lage an der Aare eine zeitgemässe Wohnüberbauung zu realisieren.

Mit dem Abbruch der nicht geschützten Bestandsbauten wurde der notwendige Freiraum für die Neubauten geschaffen. Der lineare Gebäudekomplex mit fünf Turmhäusern und vier zweigeschossigen Verbindungsbauten reagiert auf die besondere Lage an der Aare. Aus der punktartigen Ausprägung der höheren Volumen resultiert eine visuelle Durchlässigkeit, welche die Topografie weiterhin spürbar bleiben lässt. Die Neubauten mit ihren 76 Wohnungen im Stockwerkeigentum fügen sich so organisch in den Landschaftsraum ein und schaffen zusammen mit den Altbauten ein spannungsvolles Ensemble. Mit der Massstäblichkeit der Öffnungen, der Gliederung der Fassaden in der Vertikalen und der Höhe der Zwischenbauten wird im Nahbereich der Bezug zu den Bestandsbauten hergestellt. Die Materialisierung der Bauten mit dem groben Verputz und dem warmen Grauton verstärkt zusätzlich die Einheit der Überbauung.

Die auf der Südseite gelegene, grosszügige Esplanade ist Zugang zu den Wohnungen und attraktiver Treffpunkt der Bewohner. Die Gestaltung der Grünfläche zwischen der Bebauung und dem Uferweg ist mit der lockeren Bepflanzung und der Magerwiese sehr einfach gehalten und schafft so eine natürliche Verbindung zur Vegetation der Flusslandschaft.

Informationen

Nr

AHW

Projekttitel

Areal Hammerwerke

Auftraggeber

Halter Entwicklungen AG

Verfahren

Studienauftrag 2014

Ausführung

2015–2022

Bilder