Schloss Holligen, Bern

Informationen
Nr
HOLProjekttitel
Schloss HolligenAuftraggeber
Erbengemeinschaft der Marie-Catherine von Werdt - von Mutach
Ausführung
1993–1994

Umbau und behutsame Sanierung des ältesten Schlossteils aus dem 14. und 15. Jahrhundert unter Mitwirkung der Denkmalpflege in ein privates Kulturzentrum mit Repräsentations- und Ausstellungsräumen.
Der mächtige quadratische Schlossturm wurde seit weit über hundert Jahren nicht mehr dauernd bewohnt. Dadurch hat sich die äusserst wertvolle Innenausstattung beinahe unbeschädigt erhalten. Eine neue Ganzjahresnutzung mit Heizung hätte in diesen bisher nur beschränkt mit Cheminées temperierten Räumen bauphysikalische Risiken für die Baustruktur und die makellosen Wand- und Deckenverkleidungen aus Holz mit sich gebracht. Die Eigentümer entschlossen sich deshalb zu einer saisonalen Nutzung des Schlossturmes während der wärmeren Jahreszeit für private kulturelle Anlässe, Feste, Konzerte und Ausstellungen.
Diese Nutzung bedingte lediglich ein Minimum an Infrastruktureinrichtungen, welche in den bisher zu Lagerzwecken genutzten parkseitigen Räumen des Erdgeschosses eingebaut werden konnten. Eine neue Verbindung vom Vestibule in den Treppenturm ermöglicht die gewünschte getrennte Nutzung von Wohntrakt und Schlossturm. Die neuen Eingriffe heben sich klar vom Bestand ab: Infrastruktureinrichtungen (Küche, Toiletten, Medien) und Ergänzungen der Gebäudeerschliessung haben eine einheitliche Sprache, welche die Eingriffe datierbar machen. Die bestehenden Gebäudeteile wurden mit Respekt vor der Geschichte und den Spuren des Gebrauchssanft instand gestellt.