Die beiden aus einem Wettbewerb hervorgegangenen Gebäude begrenzen und definieren zusammen mit der S-Bahn-Station Bern Wankdorf den neuen, nach dem berühmten schweizer Friedensapostel und Pazifisten benannten Max-Daetwyler-Platz, den zweiten Bahnhofplatz der Stadt Bern, welcher einerseits städtischer Aussenraum wie auch Umsteigeort des öffentlichen Verkehrs ist. Die beiden Gebäude bilden mit diesem Platz zusammen den städtebaulichen Auftakt zu einem neuen Quartier auf dieser und auf der gegenüberliegenden Seite der Bahngeleise.
Die von aussen homogen gestalteten 7 bis 9-geschossigen Gebäudekörper prägen mit ihren charismatisch in Erscheinung tretenden Volumetrien und tragenden Betonfassaden den neuen städtischen Ort und geben ihm seine eigene unverwechselbare Identität. Das flirrende Wechselspiel von verschieden breiten, raumhohen Fenstern und Wandscheiben aus Sichtbeton erzeugt einen abwechslungsreichen, wohl proportionierten und dem Ort angemessenen Ausdruck, der einerseits Standfestigkeit, Dauerhaftigkeit, Seriosität und Schutz wie andererseits auch Leichtigkeit, Offenheit, Neugier und Transparenz charakterisiert.
Auftrag war, zwei nutzungsneutrale Dienstleistungsgebäude zu planen. Diese beinhalten heute das Bildungszentrum Feusi, eine der grössten Privatschulen der Schweiz, und das Zentrum für medizinische Bildung Medi.
Beton als formbares gegossenes Material bot bei diesen Gebäuden die Chance, Schutz und Tragstruktur miteinander zu verbinden und so den gewünschten gestalterischen Ausdruck zu erzeugen.