Flusskraftwerk, Thun

Die neue Kraftwerkszentrale schiebt sich als symmetrisch gestalteter Solitärbau ähnlich einem gestrandeten Dampfer in den Aarehang. Aus der ursprünglichen Idee, den Bau in einen massiven Sockel und einen leichten Aufbau zu gliedern, entwickelte sich der Gedanke, den aus konstruktiven Gründen notwendigerweise massiv ausgebildeten Betonbau unterschiedlich zu strukturieren: Der geschwungene Sockel versinnbildlicht den Wasserfluss und tritt massiv in Erscheinung. Der Aufbau ist durch Rippen und eingelegte Keramikbänder derart aufgelöst, dass er leicht und unfassbar wirkt. Die Farbe der Keramikplatten übernimmt das Moosgrün der sommerlichen Wasserfarbe und hilft so, die Konturen zu verwischen.

Neben der Ergänzung der Anlage durch das neue Turbinengebäude gliedert sich die Aufgabe in einen Sanierungs-, Umbau- und einen Neubauteil. Entlang der Ostfassade des Reitergebäudes und des alten Schaltanlagengebäudes wird eine 3-geschossige Fassadenschicht angefügt. Mit dieser Massnahme wird einerseits die hässliche Brandmauer abgedeckt, anderseits dem Kraftwerk oberwasserseitig ein klares und grosszügiges, dem zukünftigen Park adäquates Gesicht verliehen. Auf der Strassen- und Unterwasserseite stellt die heutige Kraftwerksanlage ein Konglomerat von einzelnen Baukörpern mit unterschiedlichen Ausdrucksformen und Qualitäten dar.

Informationen

Nr

KWT

Projekttitel

Flusskraftwerk

Auftraggeber

EWB Thun

Ausführung

1990–1998

Baukosten

24 Mio CHF

Bilder