Gurten Kulm, Bern

Umgestaltung und Erweiterung eines alten Grandhotels in einen Naherholungspark mit Restaurants, Spiel-, Sport- und Kultureinrichtungen.

Der Gurten Kulm ist ein gesamtschweizerisch wohl einmaliger, Ende des 19. Jahrhunderts

geschaffener Landschaftsraum. Verschiedene bauliche und landschaftliche Veränderungen

im Laufe des 20 Jahrhunderts haben die Situation gravierend verändert. Ziel unserer Eingriffe war die Gestaltung einer neuen Gesamtanlage. Die Komposition arbeitet mit einer dialektischen Überlagerung von Natur und Kultur. Ein geometrischer Fächer aus Stützmauern terrassiert die Landschaft und bildet verschiedene Gartenräume, denen unterschiedliche Funktionen zukommen.

Das Äussere des alten Grandhotels wurde aufgrund der Originalpläne weitgehend authentisch rekonstruiert und restauriert. Ein Quadrant des alten Gebäudes mit den Nebenräumen wurde abgerissen, die Wunde wurde mit einem neuen Gebäudeteil für zeitgemässe Infrastruktureinrichtungen geschlossen. Die neuen Bauteile ordnen sich der Gesamtgestalt unter, ihr Gesicht aber ist abstrakt, mit geometrisierten Formen und repetitiven

Strukturen, wodurch sich Alt und Neu gegenseitig verstärken.

Im Inneren wurde das alte Grandhotel nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend ausgekernt. Eine Rekonstruktion des Dekors war unmöglich. Mit neuen raumdefinierenden Elementen wurde die ursprüngliche Raumstruktur wiederhergestellt. Dabei kommt Licht und Farbe eine grosse Bedeutung zu: Das Licht führt die Bewegung und schafft Illusionen, die Farben generieren die Raumstimmung.

Informationen

Nr

GUR

Projekttitel

Gurten Kulm

Auftraggeber

Stiftung Park im Grünen

Verfahren

Studienauftrag 1994

Ausführung

1995–1999

Baukosten

33 Mio CHF

Bilder