Sanierung und Erweiterung Berufsfachschule, Langenthal

Der Bildungscampus Langenthal besteht aus zwei denkmalgeschützten Schularealen. Im Süden der Weststrasse das Gymnasium (gymo) mit vier Sichtbetonbauten aus den späten 1960er Jahren, im Norden die Berufsfachschule (BFSL) als Metall- Glas Architektur aus den 1970er Jahren von Fritz Hünig. Die Berufsfachschule ist gesamthaft zu sanieren und mit zusätzlichem Schulraum und einer Mensa zu erweitern. Dabei wird der Minergie-P-ECO, bzw. SNBS Platin Standard angestrebt. Beim Gymo wird der Innenraum und die Gebäudetechnik saniert.

Der städtebauliche Lösungsvorschlag lässt die im heutigen Kontext vorhandenen Bebauungsstrukturen beidseitig der Weststrasse zu einem zusammenhängenden Muster anwachsen. Die volumetrische Setzung hebt zwei Bezugshöhen hervor: Drei hohe Bauwerke bilden mit den fünf tieferen Bauten ein Wechselspiel zwischen Baukörper und Leere. So werden die zwei bestehenden Bauensembles durch den Neubau zum angestrebten übergeordneten Campus Langenthal zusammengeführt.

Das neuste Bauwerk stellt sich als einziges längs zur Weststrasse und ist von dieser wie auch vom Berufsschulplatz gleichwertig begehbar. Mit seinen Abmessungen nimmt es deutlich Bezug zur bestehenden Berufsschule. Damit der Neubau massstäblich erscheint, wird der Bestandsbau um ein Geschoss aufgestockt. Diese Massnahme ist nicht bloss der Flächenbilanz geschuldet, sondern aus dem Bestand gedacht da die Aufstockung erlaubt, das repetitive Schulgebäude nach oben abzuschliessen.

Der Entwurf zeigt wie der Bestand ausgewogen mit neuer Nutzung ergänzt und bez. Energiehaushalt, sommerlichem Wärmeschutz und Wiederverwendung von Bauteilen ressourcenschonend saniert werden kann im Sinne des denkmalpflegerischen Erhaltens von originaler Substanz.

Informationen

Nr

BFL

Projekttitel

Sanierung und Erweiterung Berufsfachschule

Auftraggeber

Kanton Bern, AGG

Verfahren

Projektwettbewerb 2022

Ausführung

2023–heute

Baukosten

85 Mio CHF

Bilder