Die bestehende Schulanlage im Dorfzentrum wird bis zum Jahr 2035 zu einem Campus erweitert. Die zum Teil aus denkmalpflegerisch wertvollen Objekten bestehender Anlage bietet zukünftig Schulraum für eine Primarschule, eine Sekundarschule, einen Kindergarten, sowie eine Heilpädagogische Schule mit ca. 900 SchülerInnen.
In der gewachsenen Dorfstruktur werden die räumlichen Verhältnisse des Schulareals zu den umliegenden Quartieren geklärt. Mit dem Abbruch des Sekundarschulhauses und den drei Neubauten entsteht eine neue Ordnung mit einer offenen Raumstruktur die weiterwachsen kann. Baumreihen, Grünvolumen und baumfreie Bereiche strukturieren die Aussenräume. Die einzelnen Schuleinheiten erhalten klar zugeordnete Aussenbereiche mit jeweils individueller Gestaltung. Die Durchlässigkeit des Areals und die anregende, vielfältige Umgebungsgestaltung machen den Campus auch für die Öffentlichkeit attraktiv und erlauben Mehrfachnutzungen auch ausserhalb der Schulzeiten.
Die identitätsstiftenden Bauten bleiben erhalten und in ihrem architektonischen Potenzial gestärkt. Die Eingriffe in den Bestand reduzieren sich auf das Wesentliche. Die neu entstandenen Raumstrukturen erlauben langfristig grosse gebäudeinterne aber auch schularealübergreifende Flexibilität.
Die Neubauten nehmen die auf dem Areal vorhandene gestalterische Themen auf. Ruhige Flächen und gut proportionierte Fenster prägen das Erscheinungsbild. Dabei tritt das Baumaterial Holz in Erscheinung, farblich mit den bestehenden Bauten abgestimmt. Im Inneren bilden helle Holzlasur an den Wänden, sowie helle Böden den Rahmen für ein farbfrohes Schulleben.
Die Nachhaltigkeitsaspekte bestimmen die Neubauten vom Grund auf. Einfache Tragstrukturen, modulare Holzbauweise und eine schlanke, effiziente Gebäudetechnik ermöglichen eine hohe Wirtschaftlichkeit. Durch den Einsatz von natürlichen oder wiederverwerteten Baumaterialien und durch niedrigen Energieverbrauch wird eine minimale Umweltbelastung möglich. Der Campus wird in Min-A erstellt.