Die städtebauliche Situation auf dem Plateau de Pérolles in Freiburg ist geprägt durch das orthogonale Muster der bestehenden Universitätsbauten und durch den dazu diagonal verlaufenden Boulevard de Pérolles. Die Setzung der Neubauten für die Universität Freiburg übernimmt bewusst das orthogonale Muster. Die Anordnung und die volumetrische Ausprägung der Neubauten ist so gewählt, dass über den Boulevard de Pérolles hinweg ein grosser Platz entsteht. Dieser klar gefasste, städtische Aussenraum dient der Fussgängererschliessung. Er wird zum zentralen Begegnungsort der Universität. Das dreigeschossige Mensa- und Sportgebäude liegt entsprechend seiner allgemeinen Nutzung im Zentrum der gesamten Anlage. Das Fakultätsgebäude präsentiert sich als kammartig gegliederte Gebäudestruktur mit einer grossflächigen Hauptfassade gegen Süden und einer kleinteiligen Nordfassade gegen die privaten Nachbarn. Dank der sauberen inneren Struktur mit einer klaren nutzungsmässigen Schichtung, in der Vertikalen und der Horizontalen, entsteht ein trotz seiner beachtlichen Grösse auf allen Geschossen klar überschaubarer Bau. Das Bibliotheksgebäude mit dem grossen Hörsaal im Erdgeschoss bildet den räumlichen Abschluss des Platzes und stellt durch seine massive Ausprägung einen Fixpunkt am Ende der Anlage dar.
Grosse Anteile an Arbeitsplätzen für Dozenten, Studenten und Angestellte (ca. 500 Arbeitsplätze) wurden geschaffen.